Automatisierte Prozesse

Die passiven Sicherheitseinrichtungen werden ergänzt durch umfassende, automatisch arbeitende "aktive Sicherheitssysteme". Deren Zuverlässigkeit beruht darauf, dass sie mehrfach vorhanden sind sowie voneinander unabhängig und räumlich getrennt arbeiten.

Dies gilt neben der kraftwerksinternen Stromversorgung insbesondere für die Reaktorkühlsysteme, die gewährleisten, dass die Wärme in jedem Betriebszustand zuverlässig abgeführt wird. Auch dann, wenn ein nach menschlichem Ermessen sehr unwahrscheinlicher Störfall (beispielsweise Bruch einer Hauptkühlmittelleitung) eintreten sollte. Ein elektronisches Reaktorschutzsystem ist das "Gehirn" sämtlicher aktiver Sicherheitsvorkehrungen. Es überwacht und vergleicht laufend alle wichtigen Betriebskenngrößen der Anlage. Bei Erreichen von Grenzwerten löst es unabhängig vom Bedienungspersonal automatisch Schutzmaßnahmen aus, wie etwa eine Reaktor-Schnellabschaltung und die Nachkühlung des Reaktors.


Schnitt durch ein Reaktorgebäude

Schema der räumlichen Trennung wichtiger Sicherheitssysteme

Kraftwerksinterne Stromversorgung

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