Rückbautechniken

Maschinenhaus und Reaktorgebäude

Für die Trennarbeiten kommen im wesentlichen handelsübliche, praxiserprobte Geräte zum Einsatz. Hierzu gehören Schneidbrenner, elektrische Sägen, hydraulische Zangen und Scheren, Trennschleifer oder Handgeräte wie Handsägen und Bolzenschneider.

Absauganlagen mit Filtern vermeiden bei Trennarbeiten die Verteilung von Staub in der Raumluft. Für verschiedene Arbeiten werden lüftungstechnisch getrennte Bereiche mit vollständigen Einhausungen des Arbeitsplatzes geschaffen.

Nach der Demontage "vor Ort" finden Zerkleinerungsarbeiten, Dekontamination und Abfallbehandlung auf dem Turbinenflur des Maschinenhauses statt.




Reaktorkomponenten

Bei einigen Arbeitsschritten kommen zukünftig auch Spezialgeräte zum Einsatz. Reaktorkomponenten werden zum Beispiel unter Wasser zerkleinert. Das hat zwei Vorteile: Wasser schirmt Strahlung ab und verhindert gleichzeitig eine Freisetzung von Staub in die Luft.


Wasserabrasivschneiden

Eine Düse versprüht unter hohem Druck Wasser mit einem Schneidmittel wie Korund oder Sand. Der extrem feine Schneidstrahl kann Stahl von mehreren Zentimetern Dicke mühelos durchtrennen.


Unterwasserschere

Aktiviertes Metall wie beispielsweise Steuerstäbe, Messlanzen oder Brennelementkästen werden unter Wasser zerschnitten. Das zerkleinerte Material wird z.B. in Gussbehälter, die gleichzeitig Transportbehälter sind, verpackt.

Gebäudeteile

Im fortgeschrittenen Rückbau - wenn der Reaktordruckbehälter bereits abgebaut ist - müssen im Inneren des Reaktorgebäudes große Stahlbetonkonstruktionen zerlegt werden. Sie werden überwiegend zersägt.

Seilsäge

Die Seilsäge besteht aus einem zehn Millimeter dicken Stahlseil, das mit Industriediamanten besetzt ist. Dieses Seil wird durch Bohrungen eingefädelt und schneidet den Beton in einer "Endlosschleife".


Schwertsäge

Bis zu zwei Meter dicker Beton lässt sich mit einer Schwertsäge durchtrennen. Für ihren Einsatz sind keine vorherigen Bohrungen nötig.

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