Warum überhaupt Zwischenlager?

Brennelement-Zwischenlager sind ein Baustein der Entsorgungskette der deutschen Kernkraftwerke. In einem Kernkraftwerk werden bei einer Revision rund ein Viertel der Brennelemente durch neue ersetzt. Die entnommenen Brennelemente geben noch Wärme ab. Deshalb verbleiben sie zunächst im wassergefüllten Abklingbecken (siehe Bilder) in der Anlage, bevor sie wieder aufgearbeitet oder zwischengelagert werden können. Für die Zwischenlagerung werden die Brennelemente nach ca. fünf Jahren in hermetisch dichte, hochstabile Behälter verpackt. Pro Behälter ist eine Lagerzeit von höchstens 40 Jahren vorgesehen.

Zwischenlager sind besonders widerstandsfähig gebaut, von ihrer Aufgabe her jedoch ganz normale Lagerhallen. Für die Lagerung der Brennelement-Behälter ist weder eine aufwendige Kühltechnik notwendig, noch sind komplizierte Überwachungssysteme erforderlich. Natürlicher Luftzug sorgt wartungsfrei für die kontinuierliche Abfuhr der von den Behältern abgegebenen Restwärme.

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