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Kernkraftwerk Würgassen: Funktionsstörung eines Hubtores im Zwischenlager
Das Kernkraftwerk Würgassen ist seit dem Herbst 1994 stillgelegt und befindet sich seit dem Frühjahr 1997 im Rückbau.
Im Rahmen einer Wiederkehrenden Prüfung wurde festgestellt, dass sich ein Hubtor im Zwischenlager nicht ordnungsgemäß schließen ließ. Das Hubtor trennt zwei Lagerbereiche voneinander und dient unter anderem der brandschutztechnischen Trennung. Im Zwischenlager werden ausschließlich schwach- und mittelradioaktive Abfälle aus Rückbau und Betrieb der Anlage eingelagert.
Das Vorkommnis hatte keine Auswirkungen auf den sicheren Rückbau der Anlage.
Ursache für das nicht vollständige Schließen des Tores war eine Schwergängigkeit einer Umlenkrolle. Sie wurde instandgesetzt und wieder eingebaut. Mit der anschließend durchgeführten Prüfung des Tores konnte die auslegungsgemäße Funktion nachgewiesen werden.
Das Vorkommnis liegt unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala zur sicherheitstechnischen Bewertung von Vorkommnissen in Kernkraftwerken ('Stufe 0'). Der Aufsichtsbehörde wurde es nach der Meldekategorie 'N' fristgerecht angezeigt.
Zum Hintergrund:
Es gehört zum sicherheitstechnischen Konzept in Kernkraftwerken, turnusmäßige – so genannte Wiederkehrende – Prüfungen durchzuführen. Pro Jahr werden im Schnitt 3.500 derartige Prüfungen in Kernkraftwerken durchgeführt und so Systeme und Komponenten auf Herz und Nieren geprüft. Alle Prüfungen und Verbesserungen unterliegen den hohen Anforderungen unseres Qualitätsmanagements sowie strengsten gesetzlichen Bestimmungen und Kontrollen.
