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Genehmigung für Transport von Mischoxid-Brennelementen zum Kernkraftwerk Grohnde beantragt

E.ON Kernkraft erwartet für das erste Quartal 2011 16 Mischoxid-Brennelemente (MOX-Brennelemente) aus der englischen Wiederaufbereitungsanlage Sellafield für den Einsatz im Gemeinschaftskernkraftwerk Grohnde. Das beauftragte Transportun­ternehmen Nuclear Cargo + Services GmbH hat beim dafür zuständigen Bundesamt für Strahlen­schutz die Genehmigung für diesen Transport beantragt.

Die Brennelemente sollen mit einem besonderen, für derartige Transporte zugelasse­nen, Frachtschiff von England nach Deutschland gebracht werden. Als Zielhäfen kom­men Bremerhaven, Bremen und Cuxhaven in Betracht. Von dort geht der Transport mit einem Spezialfahrzeug weiter nach Grohnde.

Die zum Einsatz kommenden Transportbehälter erfüllen höchste Sicherheitsstandards und sind extrem widerstandsfähig. In den vergange­nen fünf Jahren wurden bereits 51 Transporte mit MOX-Brennelementen zu Kraft­werken der E.ON Kernkraft sicher und zuverlässig durchgeführt.

Derartige Transporte sind erforderlich, weil die Betreiber kern­technischer Anlagen in Deutschland verpflichtet sind, den bei der Wiederaufarbeitung von ausgedienten Brennelementen in Großbritannien und Frankreich gewonnenen Brennstoff zurückzu­nehmen. Dieser Verpflichtung liegen völkerrechtliche Vereinbarungen zwischen Deutschland, Frankreich und Großbritannien zu Grunde.

Die Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente war nach dem Atomgesetz bis zum Jahr 1994 der einzig zulässige Entsorgungsweg. Nach der Novellierung des Atomgesetzes im Jahr 2000 wurden aufgrund vertraglicher Verpflichtungen noch bis Mitte 2005 abgebrannte Brennelemente zu den Wiederaufarbeitungsanlagen transpor­tiert. Seitdem werden die Brennelemente nach dem Einsatz im Kraftwerk in Zwi­schenlagern an den Standorten sicher aufbewahrt.


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